Monatsarchiv: September 2009

William Paul Young: Die Hütte

Wahrscheinlich ist „Die Hütte“ momentan öfter  hier und da im Gespräch und trotzdem oder gerade deshalb möchte auch ich mich an diesem Gespräch beteiligen.

Doch zunächst erst einmal worum es geht:

Mack verliert durch ein tragisches Verbrechen seine jüngste Tochter und kämpft seitdem mit Depressionen und Schuldgefühlen. Vier Jahre nach diesem Unglück erhält er in seinem Briefkasten eine mysteriöse Nachricht, in der er eingeladen wird, an den Ort des Verbrechens zurückzukehren. Von wem diese Nachricht stammt ist ihm zunächst nicht ganz klar, sicher ist jedoch, der Absender ist nicht einfach irgendjemand…

Mack kehrt also tatsächlich an den Ort des Verbrechens zurück, in die schäbige Hütte, in der das zerfetzte Sommerkleid und das Blut seiner jüngsten Tochter als endgültigen Beweis der Tragödie gefunden wurden und trifft dort tatsächlich Gott. Aber längst nicht so, wie er sich Gott vorgestellt hätte. Und nicht nur einmal werden seine Vorstellungen von Gott komplett über den Haufen geworfen.

Im Laufe dieses Wochenendes mit Gott, erhält Mack die Gelegenheit sich mit Gott zu unterhalten, ihm alle Fragen zu stellen, die ihm auf der Seele brennen und die ihm das Leben schwer gemacht haben. Die Unterhaltungen drehen sich viel um die Frage, wie Gott zulassen konnte, dass seiner Tochter ein dermaßen schreckliches Leid angetan wird und in welchem Verhältnis wir Menschen allgemein mit Gott leben.

Mack erlebt dabei einige wunderschöne und unglaubliche Momente, wenn er sich zum Beispiel nachts gemeinsam mit Jesus die Sterne anschaut oder mit ihm übers Wasser läuft. Vor allem lernt er aber Gott besser kennen und verstehen und findet am Ende seinen Frieden über die Tragödie mit seiner Tochter.

Was mich an dieser Geschichte besonders berührt und angesprochen hat, waren eigentlich nicht die vielen Gespräche, die mich zwar auch immer wieder zum Nachdenken gebracht oder etwas in mir angestoßen haben, sondern vielmehr die Beschreibungen davon, wie Gott, der Vater, Jesus und der Heilige Geist miteinander umgehen. Wie viel Liebe und Dynamik in dieser Beziehung steckt, wie viel Vertrauen und Beziehung. Und dass es Gott wirklich um Beziehung mit uns Menschen geht, nicht um Regeln oder um das Erfüllen von „wenn… dann…“-Automatismen. Und es geht um Vertrauen, um Vertrauen, dass natürlich wachsen muss, wie in einer Beziehung eben.